Wolfhagen jetzt offiziell "Hans-Staden-Stadt"

22. Feb 2019

Wolfhagen jetzt offiziell "Hans-Staden-Stadt"

„Auszeichnung für geschichtsbewusste Stadtgesellschaft“ Innenminister verleiht Wolfhagen Zusatzbezeichnung „Hans-Staden-Stadt“

Wir sind "Hans-Staden-Stadt"!

In einer kleinen Feierstunde verlieh der Hessische Innenminister Peter Beuth am 21.02.2019 Wolfhagen das Recht die Zusatzbezeichnung „Hans-Staden-Stadt“ zu führen.

Rund 70 Gäste aus Politik, Wirtschaft, Vereinen / Organisationen und Bevölkerung fanden sich im Alten Rathaus der Stadt Wolfhagen ein, um bei diesem denkwürdigen Augenblick Zeuge zu sein.

Bürgermeister Reinhard Schaake bei seiner Begrüßungsrede

Bürgermeister Reinhard Schaake bei seiner Begrüßungsrede

Innenminister Peter Beuth

Innenminister Peter Beuth verliest die Urkunde

Von den aktuell 423 Städten und Gemeinden in Hessen sind nur wenige Gemeinden befugt, ihrem eigentlichen Gemeindenamen eine Zusatzbezeichnung gemäß Paragraph 13 Absatz 2 Hessische Gemeindeordnung beizufügen, die auf ihrer geschichtlichen Vergangenheit, ihrer Eigenart oder ihrer Bedeutung beruht.

Wolfhagen gehört ab nun dazu und würdigt mit dieser Namensgebung ihren ehemaligen Einwohner der Stadt.

Hans Staden wurde um 1525 in Homberg (Efze) geboren. Er war ein deutscher Landsknecht in Diensten portugiesischer Siedler. In den Jahren 1548 bis 1555 nahm er an zwei Expeditionen an die Atlantikküste Brasiliens teil und hatte so manches Abenteuer zu überstehen. Zurück in Europa und in Hessen wurde er Bürger der Stadt Wolfhagen und fasste seine Reiseberichte in der „Warhaftig Historia“ zusammen.

Mit der Beschreibung der Gesellschaft der Tupinambá-Indianer gelang ihm die erste ethnologische Darstellung eines Naturvolkes in Brasilien. Es war das erste ausschließlich diesem Land gewidmete Buch in Deutschland und Europa und wurde über einhundert Mal neu aufgelegt sowie in neun Sprachen übersetzt. Wolfhagen widmet sich schon seit vielen Jahren sehr intensiv Hans Staden und seinem Werk. Es wurde eine Stiftung gegründet und im Regionalmuseum eine Dauerausstellung geschaffen. Eine Straße ist nach ihm benannt und seit vielen Jahren ziert ein Relief von ihm diese Straße. 2018 wurde eine lebensgroße Bronzefigur auf dem neugestalteten Hans-Staden-Platz aufgestellt und ein Hans-Staden-Pfad, der die wichtigen Lebensstationen künstlerisch aufarbeiten soll, ist in Planung. Zukünftig werden auch die Ortseingangstafeln von Wolfhagen auf den berühmten Bürger hinweisen.

Weiterführende Informationen zu Hans Staden

Wolfhagens neue Stadtgrenzen

Von links: Bürgermeister Reinhard Schaake, Innenminister Peter Beuth sowie Stadtverordnetenvorsteher Burkhard Finke bei der Enthüllung eines Ortsschildes

Peter Beuth betonte in seiner Rede, dass in Wolfhagen nicht nur die Erinnerung an das Lebenswerk des einstigen Sohns der Stadt wachgehalten, sondern mit innovativen Konzepten in das gegenwärtige und künftige Stadtbewusstsein gebracht wird. Die Verleihung der Zusatzbezeichnung „Hans-Staden-Stadt“ ist auch eine Auszeichnung für die geschichtsbewusste Stadtgesellschaft von Wolfhagen.

Beim neuen Namensgeber der Stadt - Hans Staden

Zum Abschluss der Veranstaltung ließ es sich der Innenminister nicht nehmen, auch der Bronzefigur noch einen Besuch abzustatten.

Von links: Stadtverordnetenvorsteher Burkhard Finke, Bürgermeister Reinhard Schaake, Landtagsabgeordneter Armin Schwarz, Regierungspräsident Walter Lübcke, Hans-Staden-Bronze, Innenminister Peter Beuth, Johannes Kuhaupt, Stadtrat Jürgen Hildenbeutel, Erster Stadtrat Peter Kraushaar

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