Der heilige Schützeberg

Zwischen Wolfhagen und Altenhasungen, an der fränkisch-sächsischen Sprachgrenze , stand die Erzpriesterkirche St. Peter zu Schützeberg. Zwei Jahre vor seinem Märtyrertod im Jahre 754 kam Bonifatius noch einmal nach Hessen, um über 30 von den Sachsen zerstörte Kirchen wieder herzustellen.

Mit größter Wahrscheinlichkeit ist zu dieser Zeit die Wallfahrskirche auf dem Schützeberg von Bonifatius selbst geweiht worden. Wahrscheinlich ist der "seelige Alcmar" der erste Geistliche und Gründer unserer Kirche, wie auch des dabei enstandenen Dorfes, gewesen. Letzteres war 1350 Wüstung.

Die Kirche St. Peter zu Schützeberg war eine der ältesten Kirchen in Hessen und mit 48m Länge und 20m Breite nur 4m kleiner als ihre Filialkirche für einst 20 Gemeinden und weithin berühmt als Wallfahrstort. Noch 1788 heißt es: „Der heilige Schützeberg, der seit undenklichen Zeiten und bis jetzt den Catoliken in einem besonderen Rufe stehet, in dem Vorüberreisende dieser Religion diesem Berg sich mit der größten Devotion nahen, solchen nicht anders als barfuß besteigen und oben andächtige Gebäte verrichten.” Auch um 1800 wird dergleichen noch berichtet.

Zu welchem Heiligen oder wundertätigen Bild einst die Wallfahrten gingen, ist bis heute unbekannt geblieben. Auch nachdem die Schützeberger Pfarrer 1572 nach Altenhasungen gezogen war, wurden dessen Bewohner noch bis ins Jahr 1600 auf dem Schützeberg beerdigt. Ende des 16. Jahrhunderts wurde die ehrwürdige Kirche nach über 800jährigem Bestehen abgebrochen.

Noch heute finden die Verstorbenen der drei in unmittelbarer Nähe des Schützeberges gelegenen Gehöfte (Kalkhofsmühle und Neue Mühle sowie der Schützeberger Hof) auf dem alten Friedhof ihre letzte Ruhe. Gras und Gebüsch wachsen heute über den letzten Kirchenresten. Still, einsam und fast vergessen in der „Wolfhager Schweiz” war diese uralte St. Peterskirche auf dem Schützeberg einst Mittelpunkt des Wolfhager Landes.

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